Unterschiede zwischen Gazelle Classic und Tour Populair?

Das Gazelle Tour Populair ist ein Klassiker, der seit Jahrzehnten gebaut wird. Es ist bequem, komfortabel und robust. Wie nur wenige Fahrräder ist es ein zeitloser Klassiker, der junge Schülerinnen ebenso begeistert wie ältere Studienräte. Vielfach reicht aber das Budget von Schülern und Schülerinnen nicht für ein Tour Populair. Um auch diesen Markt zu bedienen hat daher Gazelle eine „abgespeckte“ Version des Rades auf den Markt gebracht, das folgerichtig auch zunächst als „Basic“ vermarktet wurde. Seit der Saison 2014 heißt es nun Classic.

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Die Unterschiede zum Tour Populair liegen im Detail. Der Rahmen ist im Wesentlichen gleich. Bei der Gabel hingegen beginnen schon die Unterschiede. Während das Classic über eine Unicrown Gabel verfügt, hat das Tour Populair eine klassische Hollandgabel mit Chromkappe.

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Die Schutzbleche und Muffen sind von Hand goldliniert und ein Spritzschutz wehrt Wasser und Staub ab, gerade bei schlechten Wetterverhältnissen.

Ein weiterer Qualitätsunterschied sind in der Beleuchtung auszumachen. Charakteristisch für Hollandräder waren traditionell weiße Schutzblechenden. Diese waren noch bis in die 1990er Jahre Pflicht. Mit verbesserter Reflektor- und Beleuchtungstechnik konnte darauf auf Sicherheitsgründen verzichtet werden. Sie sind aber zum charakteristischen Stilelement geworden. Bei der Produktion in Dieren werden die Schutzbleche des Tour Populair Fahrrades immer noch per Hand in einen Bottich weißer Farbe eingetaucht. Daher sind die Schutzbleche übrigens auch von innen weiß lackiert. Auf dem Blech ist ein Gehäuse für die Rücklichtkappe aufgelötet, während beim Classic ein modernes LED Rücklicht auf das einfarbige Schutzblech aufgesetzt wird.

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Das Gazelle Tour Populair bietet auch mehr Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der Schaltungsvarianten. Es lässt sich mit einer 3 bzw. 7 Gangschaltung mit Rücktrittbremse ordern oder mit 8 Gängen und Freilauf. In beiden Fällen stammt auch das ein leicht laufender Na-bendynamo von Shimano, kombiniert mit einer Trommelbremse für eine sichere Beleuchtung. Beim Classic ist vorne ein Sturmey-Archer Nabendynamo mit Trommelbremse kombiniert.

Die schwarzen Classics verfügen auch über ein verkabaltes Rücklicht, während die farbigen Modelle eine in den Niederlanden übliche Batterierückleuchte haben. Das ist neuerdings auch bei uns zulässig und übrigens auch beim NL Toer Populair üblich, das sogar noch eine Gestängebremse hat, die gleichzeitig eine vordere und hintere Trommelbremse ziehen.
Die Laufräder sind bei beiden Modellen gleich, manche Classic Modelle haben statt der sonst üblichen Edelstahlfelge allerdings schwarze Felgen aus Aluminium. Die Frontscheinwerfer somd beo den schwarzen Classic-Modellen ebenfalls gleich. Hier wird ein verchromter Lumotec Qualitätsscheinwerfer von Busch & Müller aus deutscher Produktion verbaut.

Akutell gibt es vom Classic keine Herren-Fahrräder. Das Tour Populair ist als Damen- oder Herrenvariante erhältlich, wobei mancher Herr auch einen komfortablen Damenrahmen bevorzugt, der daher auch häufig als „Universalrahmen“ bezeichnet wird. Das trifft besonders häufig auf echte Amsterdamer zu.

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TOUR ROYAL – special edition

FAZIT:
Beide Räder vermitteln das authentische Fahrgefühl einer echten Gazelle. Alles in allem lohnt sich der Mehrpreis zum Classic für alle, die Wert auf hochwertige Verarbeitung, Design und mehrere Gänge legen. Als Einstiegsrad, insbesondere junge Leute ist das Classic eine gute Alternative, die sich sehr positiv von billigen Hollandräder abhebt, die kaum günstiger zu haben sind.
Neben den Standard Tour Populair Modellen, die bei 699 Euro starten gibt es auch Sondereditionen wie das Gazelle Tour USA, das ursprünglich allein für den US-Markt als Exportmodell produziert wurde, oder das Gazelle Tour Royal, das exklusiv von der Firma hollandrad.com vertrieben wird.

One Comment

  1. risch

    Das Gazelle Tour USA ist leider sehr enttäuschend. Rahmen, Lenker, Sattel und Räder sind super. Aber die Shimano Bremsen und die Schaltung sind eine Katastrophe. Die Schaltung verstellt sich, lässt aber nur schwer einstellen. Dafür muss der Kettenschutz hinten ab. Die Bremsen Rollerbrakes sind eine Gefahr für den Radler. Die Bremskraft ist viel zu gering. Wenn es bergab geht, kommt das Rad gar nicht mehr zum Stehen.

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